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- Bei Paarberatung und Paartherapie geht es in der Regel um einen Prozess der Klärung und Veränderung des Paares.
- Sucht ein Paar zur Unterstützung dieses Prozesses die Beratung sporadisch oder für eine kleinere Reihe von Gesprächen auf, sprechen wir von Paarberatung.
- Von Paartherapie sprechen wir, wenn wir als Berater und Therapeuten ein Paar kontinuierlich und zielgerichtet über einen längeren Zeitraum begleiten.
Was trägt PaarberaterIn/PaartherapeutIn u.a. zu diesem Prozess der Klärung und Veränderung des Paares bei?
- PaarberaterIn fordert - wenn überhaupt nötig - zu diesem Prozess auf, ermutigt das Paar ihn so weit und tief wie nötig zu gehen.
- PaarberaterIn stellt durch unablässiges Fragen vermeintlich Selbstverständliches für die Partner in Frage. Es stellt sich heraus: Frau meint oft etwas ganz anderes als Mann immer gedacht hat, und umgekehrt.
- PaarberaterIn ermuntert das Paar Unausgesprochenes aus Herkunfts- und Paargeschichte zur Sprache zu bringen: Mann und Frau lernen dadurch tiefer verstehen, warum sie sich so eigenartig ineinander verhaken.
- PaarberaterIn garantiert den Paaren für eine gewisse Zeit Haltepunkte, Auszeiten im Strudel des Alltags, die sie kontinuierlich für sich nutzen können.
- BeraterIn gibt gewisse Regeln vor und spielt Schiedsrichter in der Paararena: aus manchmal erbittertem Streit, z.B. mit verbalen Schlägen unter der Gürtellinie, soll ein bedachtes, faires und produktives Auseinandersetzen werden.
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Was trägt das Paar u.a. zum Prozess bei?
- Wenn die Zeit reif ist, ergreift das Paar die Initiative und geht in Beratung.
- Das Paar lernt immer konsequenter die Chance zur Klärung und Veränderung zu ergreifen.
- Beide Partner versuchen sich selbst genau anzuschauen (das eigene Verhalten, die eigenen Gefühle etc.), ebenso den Partner und das Gemeinsame.
- Mann und Frau breiten Wesentliches aus ihrem Innenleben miteinander und voreinander aus: z.B. Hoffnungen, Verletzungen, Wünsche, Ärger, Sehnsucht usf.
- Die Partner fangen an sich mit sich selbst, der Herkunftsfamilie, der Paargeschichte und dem Partner auszusöhnen.
- Das Paar wählt gemeinsam und mit Bedacht aus, versucht -bewusster und klüger als am Anfang der Beziehung- sich neu zu entscheiden, wie das künftige Zusammenleben aussehen und unter welchen Voraussetzungen es stattfinden soll.
- Frau und Mann sollten versuchen letztlich u.a. folgende 4 Fragen zu beantworten: Was muss und kann verändert werden? Was will ich versuchen zu verändern? Was gilt es zu akzeptieren wie es ist? Was will ich versuchen zu akzeptieren?
- Von Anfang an werden in der Beratung/Therapie kleinere Schritte herausgearbeitet, Übungen, „Hausaufgaben“, die das Paar in der Zeit zwischen den Gesprächen ausprobiert.
- Das sind z.B. kleinere und grössere Aktionen, damit die Zuneigung, das Geniessen, das unbeschwerte Miteinander wieder mehr Raum bekommen.
- Und das sind praktische Vereinbarungen für den Alltag, die helfen sollen ewige Streitquellen zum versiegen zu bringen. zurück
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